VfB – Fürth 2:0

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An einem herrlichen Spätsommersamstag waren einige Biberacher Jünger auf Kos, die anderen bei der Rugby-WM in Japan, wieder andere auf mittäglicher Kneipentour und schlussendlich noch ein paar bei der hauseigenen Teichreparatur, so dass sich stark dezimiert nur Theodora, Sebi und der Schreiberling, verstärkt durch Gruppo-Anti-Walter Leader Scheckese im weiten Rund einfanden.

Das Wetter bombastisch, die Kurve gut gefüllt und nach 2 Minuten steht es 1:0 für den VfB, was nach 5 weiteren Minuten dann auch tatsächlich gewiss war. Hatte man in Köln wohl eine satte Zeitverzögerung oder war man doch noch an der Theke? Egal, viel satter hätte es nicht losgehen können und man freute sich schon auf einen Kantersieg gegen den immerhin Tabellenvierten der zweithöchsten deutschen Spielklasse.
Aber daraus wurde nichts, denn die Jünger des Brustrings zeigten heute ihre bei weitem schlechteste Saisonleistung. So wurde Fürth immer stärker und sollte nach den 90 Minuten insgesamt drei mal Aluminium getroffen haben und mehr oder weniger häufig aus aussichtsreicher Position vor dem Kasten der Cannstatter Jungs aufgetaucht sein. Vom VfB kam – wie leider auch von der Cannstatter Kurve – wenig bis gar nichts, so dass man sich beim einzigen Spieler mit Normalform (und damit meine ich tatsächlich Holger B. aus R. an der R.) bedanken, dass es nicht noch schlimmer brannte. Die einzigen Risikopässe, die man vom VfB heute sah, waren am eigenen Sechzehner, als man austestete ob Ersatzkeeper Bredlow denn auch Fußball spielen kann, oder nicht.
Ansonsten war das leider wenig, aber dennoch gilt wenn Du diese Spiele gewinnst, dann steigst du mit 1893% Wahrscheinlichkeit auch auf. Genau so gilt aber, wenn Du dauerhaft so weiter spielst, haben wir – wie Theo und Scheckese schon richtig vermuteten – kurz vor Weihnachten mal wieder einen neuen Trainer auf der Bank. Wo die Reise hingeht weiß man vermutlich nachdem man zweimal in Hamburg zu Gast war und danach entweder klarer Spitzenreiter und noch im Pokes dabei ist, oder sich eben in der Sportschule in Ruit zum Wunden lecken treffen wird…
Eins muss ich dann aber noch los werden: Zum wiederholten Mal bekam der VfB einen klaren Elfmeter nicht zugesprochen. Wenn der Videobeweis nun also dazu führt, dass der Schiri – im Glauben aus Köln würde man schon eingreifen – nun jede Szene im Strafraum einfach mal weiter laufen lässt und die im Keller einfach nicht reagieren, dann ist das Spiel durch Einführung des Videobeweises nicht nur nicht mehr mein Fußball, sondern entgegen aller vollmundiger Ankündigungen auch um einiges unfairer geworden.


Allez VfB

   

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