VfB – Hoffenheim 1:1

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Beim VfB läuft es zur Zeit ja gar nicht so schlecht wie es diese Runde schon war und so konnte man einen ganz wichtigen Dreier gegen Dolls Kasper aus Hannoi landen. Wollen wir aber ohne eine etwaige Relegation drin bleiben, so hieß es auch mal gegen vermeintlich stärkeren Gegner wie die Krieger aus Hoffenheim (boah pfui teufel) zu gewinnen. Also auf ins von unwissenden als Derby bezeichnete „Nachbarschaftsduell“.

Dieses sollte für die illustre Reisetruppe, der sich endlich auch Else mal wieder anschloss, mit einem verzweifelten aber ergebnislosen Spurt in Esslingen auf die S-Bahn beginnen und brachte dem neuen Vorstandsteam schmerzlich die erste Fehlentscheidung ihrer noch kurzen Amtszeit bei. Macht aber nix, damit nahm man endlich mal wieder beim PSV ein Weizen. Gar nicht so schlimm, wenn man es mal nicht zum Baba schafft, so lange Instagramm funktioniert und man den richtigen Damen folgt, gell. Übrigens Ihr Bruder spielt beim VfR Aalen und locht halt auch gegen den KSC…
Sogleich zeigte die Cannstatter Kurve mit ansehnlicher Choreo auch ein ansprechendes Gewand und das Spiel ging los. Der VfB spielte gar nicht mal soo schlecht, der überragende Castro als echter Anführer hatte das Spielzepter fest in der Hand. Ganz ehrlich Leute, was mich furchtbar aufregt: Ja ich sehe, dass Castro besser ist als in der Vorrunde, aber dass man den Typen hier jetzt so hyped kann doch nicht mehr wahr sein. Der bringt unserem VfB auf etwas mittelfristige Sicht gar nix und hat keine Mentalität. Also reißen wir uns alle mal a bissle zusammen und überhöhen den Typen jetzt bitte nicht so. Genau die Essweins und Zubers dieser Welt. Zu letzterem egozentrischen Selbstdarsteller gerne später noch mehr. Zu ersterem wurde mir ein Zitat von Buffy Ettmaier aus dem VIP-Bereich zugetragen (Danke TC): „Wisst Ihr, der Pal Dardai ist kein Depp. Und wenn der Esswein in Berlin in der Regionalliga spielt und bei uns Stamm, dann läuft gewaltig was schief.“ die Cannstatter Kurve war extrem gut aufgelegt und rief in Halbzeit eins ihr volles Potenzial endlich mal ab. Beim Gedanken an den fast 10-minütigen Wechselgesang vom gesamten Oberrang zum Unterrang krieg ich jetzt noch Gänsehaut. Zum Spiel: Aus dem nichts schoss die Fotzentruppe das 0:1, ebenso aus dem Nichts schossen wir nach der Pause den Ausgleich durch meinen neuen Lieblingsspieler Steven Zuber. Ich bin dankbar, dass er gerade die Buden macht. Aber das war es auch schon! Jetzt kann man von den Hoffeheimer Pappnasen ja halten was man will, aber wenn Steven Z. der Vertrag in Sinsheim hat, nach seinem Tor nichts Besseres einfällt als vor deren „Kurve“ zu posen, finde ich das arm. Wenn es ihm dann fünf Minuten vor seiner Auswechslung noch wichtiger ist, sich vom Publikum feiern zu lassen als im angemessen Tempo das Spielfeld zu verlassen, damit seine Mannschaftskameraden vielleicht noch den Lucky Punch hätten landen können und wenn dann noch im Kicker nach dem Spiel gesagt wird, dass er Fußball hauptsächlich für sich selbst spiele, dann bei Gott hat er den einfach nur den Charakter eines nichtsnutzigen Fußballzigeuners, der den Sinn des Spiels nicht verstanden hat. Solche Typen will ich bei meinem VfB Stuttgart nicht haben. Aber egal, ist es noch mein VfB Stuttgart? Ich weiß es nicht. Schon erstaunlich wie ruhig auf ein Mal alles wieder ist, seit Herr Reschke gegangen wurde. Wolle der clevere Pokerspieler spricht sogar aktuell öffentlich nicht mit weiteren Investoren. Ich bin mir so sicher, dass wir eine Woche nach der diesjährigen MV, wenn Wolle D. das Desaster dieses Jahr dennoch irgendwie überlebt hat, die französischen Vermarkter ganz überraschend wieder auf der Platte stehen… Boah, so vorhersehbar und so schlecht!
Tja, mit dem 1:1 wird es wohl endgültig (höchstens) beim Relegationsplatz bleiben. Wer ernsthaft glaubt, dass wir Augsburg noch holen oder noch besser am letzten Spieltag auf Schalke eben jene noch überholen, der ist in meinen Augen ein hoffnungsloser Optimist. Ziel muss es sein, die Relegation zu erreichen und dann hoffentlich zu bestehen. Mit Anführer Gonzalo C., Ehrenmann Steven Z. sicher kein Problem. Aber vielleicht bleibt ja Kabak so stark wie er aktuell ist, dann reichts wirklich…
Allez VfB, Stuttgart kämpfen Dietrich raus!

   

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