Berichte
Dortmund : VfB 3:3
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Nach der furchtbaren VfB-losen Vorwoche, sollte es heute in den Fußballtempel Deutschlands, nämlich nach Dortmund zum Duell gegen die Kartoffelkäfer gehen. Zur Abwechslung erfolgt die Berichterstattung zu diesem Ereignis aus Sicht eines mittelalten Familienvaters mit seinem 10 jährigen Sohn. Quasi mal aus anderer Perspektive (dem geneigten FSK18 Internetnutzer besser bekannt als „POV“). Los ging es morgens um 7.30 Uhr mit dem Firmenwagen eines namenhaften Schalungsherstellers – vielen Dank an dieser Stelle. Nach kurzweiliger Fahrt mit intensiven Vater-Sohn-Verhandlungen über die freigegebene tägliche Handyzeit und dass Mädchen einfach doof sind, erreichte man gegen 12.30 Uhr das Westfalenstadion. Eigentlich käme jetzt der Part, an dem man sich wie gewohnt in Stadionnähe 1, 2, 12 Brinkhoff’s Plörre in den hohlen Schädel kippt, große Reden schwingt und seine fußballerische Inkompetenz schamlos zur Schau stellt. Naja, dieses mir über die Jahre lieb gewonnene Ritual fiel dieses Mal aus oben genannten Gründen leider aus. Da man sich schon auf der Hinfahrt einen Hektoliter Paulaner Spezi und diverse Käseseelen gönnte, fiel auch das Mittagsmahl flach. Also was tun…Junior wollte gleich ins Stadion – wohl wissentlich, dass der Kick erst in einer Ewigkeit anfangen sollte. In einem leergefegten Stadion saßen wir dann und unterhielten uns noch ca. 2 Stunden über die neusten Features des Landwirtschafts-Simulator und mit Rechenaufgaben, wie oft das Heimatdorf wohl auf die Südtribüne passen würde. Mit Eiszapfen am ganzen Körper ging es dann endlich los. Der 12 minütige Stimmungsboykott wurde von beiden Szenen vorbildlich umgesetzt. In meinem Fanleben war das bei weitem nicht der erste Stimmungsboykott, aber in so einem riesigen Stadion diese Friedhof-Stimmung ist schon seltsam – und als Fan mit Herzblut auch nur schwer auszuhalten. Auf dem Rasen legte der VfB sehr gut los und erarbeitete sich ein paar vielversprechende Halbchancen und glänzte mit geschmeidigen Ballstafetten. Pünktlich zum Ende des Stimmungsboykotts, nach 12 Minuten, verlor der VfB aber den Faden und Dortmund wurde stärker. Durch einen Witz-Elfmeter und einem Kacktor ging es dann mit 0:2 in die Halbzeit. Normalerweise läuft es dann ja so, dass der VfB erfolglos anrennt, kurz vor Schluss noch ne Bude macht – es dann aber doch net reicht, weil sich der Gegner nur noch auf dem Boden rollt und wir einfach zu dämlich sind. Nicht aber dieses Mal. Döner-Deniz gleicht in bester Gerd-Müller Manier zum 2:2 aus. Danach ging es munter hin und her bis eben zur 89. Minute, als Waffenhändler Adeyemi den Turbo auspackt und zum 3:2 für Dortmund einschiebt. Alle total am abkotzen, da eine punktlose Heimfahrt und das Ende einer beeindruckenden Serie drohte. Da auch der unaussprechliche dieses Mal selbst für ein Eigentor zu dämlich war, schien die Messe gelesen…wäre da nicht nochmal unser viel gescholtener Gerd Undav zur Stelle, um dem dackelhaft drein schauenden Kobel nochmal ein Ei ins Nest zu legen. Der Mob tobte und eskalierte in weiß und rot. Da der VfB hinten extrem wacklig war, offensiv aber echt stark, konnte das Pendel in beide Richtungen ausschlagen. Ich für meinen Teil war jedenfalls gottfroh, als der Schiri endlich abpfiff. Heute war wirklich alles an Emotionen dabei, was den Fußball ausmacht und einfach geil, was unsere Jungs für eine Mentalität nach zweimaligem Rückstand gezeigt haben! Auf dem kurzen Fußweg zurück zum Auto meinte mein Junior nur „also von der gelben Wand hat man ja gar nix gehört, keine Ahnung was die da im Fernsehen immer haben mit den Dortmundern“. Auf eine Richtigstellung, dass das mit der Gelben Wand eigentlich eher auf die Farbe und den Geruch der Südtribüne bezogen ist, welcher der Gartenmauer gegenüber einem Obdachlosenheim gleicht – wurde für dieses Mal verzichtet. Stolz auf die Beobachtungsgabe meines Sohnes und dank eines sensationellen Parkplatzes waren wir schon um 17.45 Uhr wieder auf der Autobahn Richtung Heimat. Nach kurzem Stop beim McD und Bleifuß drehte man gegen 22.15 Uhr wieder daheim den Schlüssel ins Schloss. Begrüßt von einer schreienden Ehefrau, die aufgrund der Uhrzeit eher mit Einbrechern als mit uns gerechnet hatte, sank man auf das heimische Sofa. Das dicke Ende kommt bekanntlich zum Schluss, da die Frau die Fernbedienung tatsächlich nicht mehr rausrücken wollte -> und so endete der bis dato spitzen Tag tatsächlich mit der zeckenschlechten Giovanni Zarrella Show 😊
VfB – Rotterdam, 2:0
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Da war es also mal wieder, ein Kräftemessen mit dem Fußballklub Feyenoord aus Rotterdam. Seinerseits der Europapokalrekordgegner des VfB Stuttgart (gefühlt war das immer Brügge, aber da gibt es ja ein paar mehr Vereine), andererseits für mich eines der eher besonderen Spiele, war der Kick im September 1998 damals vor 18.000 (!) Zuschauern doch mein erstes Europapokalspiel. Unvergessen auch das Rückspiel im de Kuip als 300 Unerschrockene (exklusive mir) am Boden der Busse den vorbeifliegenden Pflastersteinen auswichen …
Mainz-VfB 2. Runde Pokes 0:2
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Die zweite Pokalrunde als amtierender Pokalsieger stand an, diesmal ein Auswärtsspiel in Mainz. Nach kurzer Überlegung dachte ich mir, da fahr ich mal wieder mit, das neue Punkteranking der Mad Beavers aufbessern. Aber es macht auch einfach wieder Spass, den VfB im Stadion zu supporten.
EL: Fenerbahce Istanbul – VfB Stuttgart 1:0
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Zum 3. Spieltag der EL lud die Millionenmetropole Konstantinopel zum Gastspiel ein. Für jeden VfB-Fan der eine Karte bekam natürlich ein besonderes Highlight. Von sieben bestellten Karten bekamen wir dann lediglich zwei zugeteilt, so dass man noch auf anderen Wegen für die restlichen fünf schauen musste.
FC Basel 1893 vs. VfB Stuttgart 1893 2:0, mit dem Bummelzug zum Europapokal
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Die erste Tour im Europapokal der neuen Saison bescherte uns eine Fahrt in die Schweiz zum FC Basel 1893. Kurz die Optionen gecheckt und schnell wurde klar, wir fahren mit dem Regionalzug mit Übernachtung. Mit dem Bummelzug Europa auswärts, wie satt!
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