Gespannt verfolgte man als Titelverteidiger (ja, der Traum ist immer noch wahr…) die Auslosung zur ersten Hauptrunde des DFB-Vereinspokals.
Da durch den Supercup feststand, dass man unter Woche antreten muss, wurde auf eine eher kürzere Anreise gehofft. Daraus wurde nichts, Eintracht Braunschweig hieß das Los. Es wurde aber kurze Zeit nach der Auslosung festgestellt, dass in der Woche noch Urlaub ist,  daher wurden Optionen für die Anreise geprüft. Wir entschieden uns für eine ICE Tour, mit Rückfahrt in der Nacht um 4:20 Uhr, da die frühere Möglichkeit um 0:20 Uhr bei einer eventuellen Verlängerung, Elfmeterschießen knapp werden könnte… dazu später mehr😊

So startete die Reise am Dienstag früh für Felix vom Bollwerk und Medes mit üblichem Proviant in Schusselbach, im Zug nach Ulm begrüßte man sogleich Schorle und Kollege Nobbe. Pünktlich in Ulm angekommen war noch Zeit für Frühstück und alsbald fuhr auch schon der ICE mit dem roten Brustring in den Bahnhof ein.
Nach kurzweiliger Fahrt, lustigen Gesprächen, problemlosem Umstieg in Mannheim, einem Aufenthalt mit kaltem Bier im Bordbistro wurde pünktlich der Braunschweiger Hbf erreicht.
Da sich herumsprach, dass die Kneipen vor Ort eher früher als später schließen, deckten wir uns noch mit Proviant für die Rückfahrt ein, dieses wurde sicher im Schließfach verstaut.
Die Fahrt machte Hunger und wir holten uns einen Tipp vom örtlichen ex Kollegen Niko ein, eine Pizzeria direkt am Bahnhof. Hier verhaftete (fast) jeder ein gefühltes LKW Rad von Pizza, sehr lecker.
Anschließend machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt, das tat nach der Mahlzeit sehr gut. Im „Alex“, bekannt aus Hamburg, trafen wir dann noch meinen ex Kollegen Niko, Carlo und Stefan vom Bollwerk, die beiden kamen direkt aus Berlin nach Braunschweig (Respekt) und sollten später die Heimreise mit der Gruppe antreten.  Danach machten wir uns mit der Straßenbahn auf den Weg zum Eintracht-Stadion.
Raus aus der Straßenbahn, noch kurz ein letztes Erfrischungsgetränk und rüber zum Gästeeingang. Hier war schon ordentlich was los.
Am Eingang erhielt jeder einen „Pokalsieger-Schal“, sehr satte Aktion der Cannstatter Kurve, vielen Dank dafür !!
Zum Einlaufen der Mannschaften eine satte Choreo mit Pokalsieger Banner und den erwähnten Schals wurde der Pokalsieg nochmals sehr satt zelebriert, der Gästeblock war gleich voll da, im Gegensatz zur Mannschaft. Ein eigentlich harmloser Schuss der Gastgeber war der Startschuss zu einem wahnsinnigen Pokalfight!
In der Folge kämpfte sich der VfB zurück und Demi brachte uns mit zwei Toren zum ersten Mal in Führung, es schien nach Plan zu laufen… Aber nicht mit den gelb blauen, angetrieben von auch sehr gutem Heimanhang hämmerte der Linksaußen innerhalb von acht Minuten zwei Dinger in den Winkel, dass es nach 86 Minuten 3:2 stand. Aber der VfB kam nochmal zurück, 90 Millionen Mann Woltemessi mit seinem Abschiedsgeschenk in letzter Minute, rettete uns in die Verlängerung.
Ein schnelles 3:4 durch Demi zum Dritten, jetzt muss es doch durch sein, die Heimelf geplagt von Krämpfen kam aber noch vor der Pause zurück, 4:4.
Danach passierte nicht mehr viel, Elfmeterschießen.
Nübel parierte die Elfer zwei und drei, jetzt ist es aber durch… denkste, zwei Fehlschüsse und alles wieder offen… Die nächsten Schützen sehr souverän alle, der VfB musste immer nachziehen, blieb nervenstark bis Nübel endlich seinen dritten Elfer hielt und Assignon traf, 7:8 n.E., gesamt 11:12, Puh, zweite Runde… Der Traum vom Tripple lebt…
Man denkt immer, mit dem VfB schon alles gesehen zu haben und dann passiert das Nächste, was man noch nicht gesehen hat😊
Es war dann übrigens kurz vor Mitternacht, der Zug um 0:20 Uhr hätte eher nicht gereicht…
Nachdem wir die Nerven wieder beisammen hatten, machten wir uns langsam auf den Weg Richtung Ausgang, über den Gästeparkplatz zur Straßenbahn und fuhren Richtung Hbf. In der Bahn meinten noch welche, dass auf dem Weg noch eine Kneipe offen hätte, aber dies war nicht so und so waren wir gegen viertel/halb zwei am Bahnhof.
Dort holten wir unser Proviant aus dem Schließfach, gingen ein paar Meter und ließen uns auf einer Parkbank nieder.
Bei intensiven und größtenteils witzigen Gesprächen und bissle Gymnastik genossen wir unsere nicht mehr ganz kalten aber immer noch genießbaren Getränke und hielten uns bis zu Abfahrt wach.
Pünktlich fuhr der Bummelzug nach Hannover ein und dort der ICE weiter bis Ulm. Das letzte Stück Richtung Heimat wurde auch noch problemlos gemeistert und so waren wir pünktlich zum Mittagessen wieder zu Hause,
leider war der Hähnchenwagen in Schussenried nicht vor Ort und es wurde umdisponiert zu Schnitzel mit Pommes, auch okey😊

Eine satte Tour mal wieder, Danke an alle Beteiligten.


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