"Tout â droit" oder wer sich wo nicht auskennt und warum ?

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Nachdem das Losvötzchen uns auch noch den Meister der Grand Nation ins Töpfchen warf, beschloss man rasch dem fröhlichen Treiben beizuwohnen und dem französischen Staate einen kleinen Obolus in Form der horrenden Mautgebühren zukommen zu lassen und charterte einen 9er.
An Bord waren Schunger (mit Druck auf der Flöte), Thomasi, Medizinmann, Pupe, Theodora, (Fuck the pain) Arde, Captain Bligh, Bombese und der Schreiberling.

Auf Höhe des schwäbischen Meeres stiegen auch noch die Mitfahrer „Franz und Josef“ (www.josefundfranz.de) zu und versüßten der ohnehin zarten Bardame der Fähre die morgendliche Schicht.
Da man beschloss die schnelle Route über die Schweiz zu nehmen, verlief die Hinfahrt mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 120 km/h relativ ereignislos, wäre da nicht die Konfirmandenblase eines Mitfahrers und die unausgeglichene Laune eines Anderen gewesen. Nach 7-stündiger Fahrt erreichte man die Stadtmauer der an der Rhône liegenden „Metropole“ und freute sich von nun an auf das exzentrische, architektonische wertvolle Hotel, welches man im Netz erstanden hatte.
Doch zunächst sollte der Gang nach Canossa folgen, war es doch an der Zeit, sich mit unzähligen Brücken, nichtsnutzigen Magrebinern, sowie zahllosen Einbahnstraßen herumzuschlagen. Als dann noch ein französischer Vorzeigestaatsbürger mitten auf der Straße beschloss, ein Match mit uns anzuzetteln, war man vollends baff. Nach schier endlosen 1 ½ Stunden war das Hotel gefunden und nach einer weitern halben Stunden, hatte man auch einen Parkplatz erstanden, hier ein besonderer Gruß an Scheckese, hoffentlich bekamst du Dein Auto wieder!
So denn, labte man sich an den einen oder anderen Cerveza und machte sich auf zum Stade de Gerlande, kein schlechtes Ding an sich. Frisch angekommen ergab sich die Gelegenheit, sich am mitgebrachten Freudenfeuer zu wärmen,  welches auch eifrig genutzt wurde.
Nach zehn Minuten gewann der Stuttgarter Pöbel sehr schnell die Erkenntnis, dass man zu zehnt ohne linken Verteidiger wohl nirgends gewinnen kann und so kam man zwar dank des überragenden französischen Torwarts noch mal in Schlagdistanz, hatte aber nie wirklich das Gefühl noch gewinnen zu können.
So sicherte man sich also frühzeitig den letzten Platz der Gruppe und kann nun hoffen, beim nächsten internationalen Einsatz wieder auf UI- oder UEFA-Cup Ebene eingesetzt zu werden, denn dieses mitreisende Publikum war einfach wieder Weltklasse. Da wird zum Beispiel die Aussage getätigt, dass die französische Polizei doch super nett gewesen sein, dass sie aber samt Gasmaske und Gummigeschoss im Anschlage aussahen wie Jedi-Ritter, bereit für den dritten Weltkrieg, wird leicht verschwiegen.
Dass dann auch bei der leider zur Regel gewordenen Blocksperre, wild in die Gegend geschossen wird, ist ja quasi auch normal. Ein Kompliment an den Stuttgarter Haufen, der sich artig für die Geschosse mit ein paar Fackeln bedankte und sich nicht beirren lies und zusammen stand.
So war man also nach 1 (!) Stunde endlich wieder frei und durfte von dannen ziehen. Man suchte noch nach einer Kneipe, in der man als deutscher auch eingelassen wurde, fand nach zwei Versuchen auch ein solches Etablissement und lies den Abend ausklingeln. Hierbei stachen Arde und Pupe heraus, welche sich zum Fliegenfischen an die Rhône begaben und etwas übertrieben.
Am nächsten Morgen war es wieder an uns die Einbahnstrassen zu durchqueren und man machte sich gediegen auf den Heimweg.
Was sich nun innerhalb der Kutsche abspielte, spottet wieder jeglicher Beschreibung und kann von anders denkenden Menschen (wie etwa der Ulmer Myers oder Citrus Szene oder sonstigen Nobelpreisträgern) auch nicht nur im Ansatz verstanden werden, denn Ironie ist unser Leben und weitere Informationen, können auf WieTrickseIchMeinLebenAus.de gefunden werden.
Nach Weltklasse Rückfahrt und kaum Gelächter, fiel ich am späten Abend (überraschenderweise) total gerädert ins heimische Bett und schwor, nie wieder französischen Wein (Essig) anzufassen.
In diesem Sinne Grüße an Red Reed, die Flugschülerin Meli, Benz Stefanie, sowie allen anderen „Fans“. Haut rein!
   

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