VfB – Freiburg 2:2

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Während es der Schreiberling vorzog sich am Sonntag Abend auf der A8 gen Stuttgart zu schlängeln, nahmen AK, Medes und Sailo die Gelegenheit war, sich samt des Daimler Museums auch an der 125-Jahre VfB-Ausstellung zu laben. Leider war der O-Ton, dass die Ausstellung zwar nicht schlecht sei, aber das Museum (ohne den VfB) doch noch satter sei. Auch bezeichnend…

Also rein, in das von manchen Medien und auch der gegnerischen Szene gerne als Derby titulierten Spiels gegen die Badenser aus dem Breisgau. Fast nicht mehr zu erwähnen, muss man dass das Spiel zunächst ohne gegnerische Szene stattfand. Echt erbärmlich, dass es in dieser Spielzeit wohl zum guten Ton gehört ohne Gästefans das Spiel beginnen zu müssen. Wieder mal kündigte Reschkes Michel ein wuchtiges Spiel an und die Freiburger hielten sich auch daran. Ein bisschen scharf anlaufen, dann hast Du den VfB neuerdings im Sack. Dann ein guter Spielzug und nach 5 Minuten stand es auch schon 0:1. Bravo, wuchtiger Beginn! Dem VfB fiel im Verlauf gar nichts ein, erschreckend schlecht. Die Freiburger Hansel fanden dann auch irgendwann den Weg ins Gästeeck, wirklich was geändert hatte sich auf der Gegenseite aber nichts. Aber auch die Cannstatter Kurve hatte an diesem Sonntag einen sehr schlechten Tag erwischt. Klar kann und muss man sich auf die Fahne schreiben, dass wir der VfB Stuttgart sind und sonst keiner, aber die Lächerlichkeit wie dieser Verein nach außen auftritt, die Hilflosigkeit mit der Trainer und Spieler sich Woche für Woche präsentieren, hinterlassen auch bei vermeintlich harten Hunden eben ihre Spuren. Und nur jede Woche einen „scheißegal“ Support hinzulegen, fände ich auch nicht authentisch. Ohne große Höhepunkte, vermutlich auch weil der Freiburger Keeper Meister im Zeitspiel und Spielleiter Aytekin auf eine Nachspielzeit in Halbzeit eins wohl nicht vorbereitet war, ging die erst Spielhälfte schnell und ohne Höhepunkte zu Ende. Also, dann eben wuchtig in Hälfte zwo.
Diese war aber nach einer viertel Stunde auch schon wieder verflogen, da nahm Weinzierl seinen vermutlich letzten Pfeil aus dem Köcher und brachte Daniel Didavi, unseren stets verletzungsfreien Mittelfeldmotor. Dass er kicken kann ohne Frage, dass er selten dazu in der Lage ist, ebenfalls. Weinzierl nahm für Dides Capitano Gente vom Platz, was bei vielen Internetbruddlern sicher zu Jubelstürmen führte. Aber allen Gentner-Bashern seien spätestens nach diesem Spiel wieder die Augen geöffnet. Ohne ihn, ist es noch schlechter und Ascacibar kannst eigentlich auch gar nicht alleine auf der 6 bringen. Klar, gewinnt er von 10 Zweikämpfen 9, aber spielt dann halt 11 mal dem Gegner den Ball in die Füße.
Aus heiterem Himmel erzielte dann Emilinao Insua den Ausgleich. Wenn der Linksverteidiger am rechten Strafraumeck auftaucht und mit rechts die Kiste macht, dann ist das entweder saugeil gespielt oder der VfB Stuttgart hat irgendwie ein Tor geschossen. Entsprechend verhalten fiel auch der Torjubel in unseren Reihen aus. Krass wie teilnahmslos insbesondere auch unser Haufen dieses Ausgleichstor war nahm. Dennoch war danach ein wenig Feuer drin uns so konnte wenig später Didavi nach wirklich schönem Spielzug überlegt zum 2:1 netzen. Respekt, klasse vollendet. Aber wie geschrieben, dass er kicken kann, wissen viele! Dass es eine heißte Schlussphase werden sollte, war auch klar und dass Deniz A. die Nachspielzeit auf sagenumwobene 5 Minuten schrauben sollte ebenso. Kurz noch Gomeze wirklich überzogen vom Platz gestellt, gewartet, dass Zuber und Insua unwuchtig den Ball am eigenen Strafraum verzocken und dann fällt so ein Ausgleich eben ganz schnell gegen einen VfB, der wenig bis gar nix kann. 2:2, also wieder ne Menge Päsch gehabt, gell Herr Reschke.
Furchtbar, was wir spielen, furchtbar, wie wir uns nach außen darstellen, alles in allem Katastrophe. Aber hey, wir stehen auf Platz 16, passt also. Nun treffen wir auf die Fortunen aus Düsseldorf und haben das nächste Endspiel vor der Brust. Die ersten Newsletter des VfB mit „#zusammenhalten“ treffen bereits ein und zumindest die Marketingabteilung hat verstanden, wo wir gelandet sind. Aber der Präsident labert von Rahmenbedingungen, die so gut sind wie nie zuvor. Auch einer dieser Ahnungsloser Vollidioten?
Allez VfB

   

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